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Interview mit der Rezeptionsdame

Jelena Jovanovic ist Rezeptionsdame auf der 4****Sup. MS Primadonna und begrüßt die Gäste auf ihren Fahrten entlang der Donau. Als erste Ansprechpartnerin an Bord sorgt sie für einen reibungslosen Ablauf am Empfang und steht den Reisenden bei Fragen und Wünschen mit Rat und Tat zur Seite. Mit ihrer freundlichen Art trägt sie maßgeblich dazu bei, dass sich die Gäste rundum wohlfühlen.

Im Interview erzählt sie von ihrem abwechslungsreichen Alltag an Bord, verrät ihre ganz persönlichen Highlights auf der Donau und gibt Tipps für eine entspannte und unvergessliche Flusskreuzfahrt.

Steckbrief

Name: Jelena Jovanovic

Familie: Verheiratet

Wohnort: Temerin - Serbien

Bei der Donau Touristik seit: 2023

 

 

Welche Aufgaben übernimmst du an Bord und was gefällt dir daran am meisten?

Meine Position an Bord umfasst wirklich ein breites Aufgabenspektrum. Die Arbeit an der Rezeption ist sehr abwechslungsreich – von der Begrüßung der Gäste über die Kommunikation mit ihnen bis hin zur Organisation verschiedener Veranstaltungen an Bord und an Land.

Am meisten genieße ich die Momente, wenn Radtouren stattfinden. Dann ist es meine Aufgabe, den Gästen die Touren vorzustellen, die sie am nächsten Tag fahren werden. Um das qualitativ gut machen zu können, bin ich alle Touren selbst mit dem Fahrrad gefahren. Dieser Teil meiner Arbeit bereitet mir besonders große Freude. Vor allem, weil ich sehr gerne Fahrrad fahre und eine leidenschaftliche Reisende und Abenteurerin bin – das alles fühlt sich für mich wie die Erfüllung eines Traums an.

Wie bist du zu diesem Traumjob gekommen?

Auf diesen Job bin ich völlig ungeplant gestoßen. Nach vielen Jahren Erfahrung in der Hotellerie hatte ich den Wunsch, etwas zu verändern, und suchte aktiv nach einer neuen beruflichen Richtung. Dabei stieß ich auf eine Stellenausschreibung als Rezeptionistin auf der MS Primadonna und dachte, dass es eine wirklich spannende Erfahrung sein könnte. Ich könnte meine bisherigen beruflichen Fähigkeiten nutzen – aber auf eine neue und ganz andere Weise. Vom ersten Arbeitstag an an Bord hatte ich das Gefühl, dass genau das die Veränderung war, die ich gebraucht habe. Es war ein perfektes Match.

Was war bisher dein schönstes Erlebnis an Bord?

Was mir an der Arbeit an Bord besonders gefällt, sind die Gäste, die nach unseren gemeinsamen Reisen zufrieden und bereichert nach Hause zurückkehren. Wenn mir ein Gast sagt, dass er die Zeit mit uns genossen hat, dass die gesamte Crew sehr freundlich und fleißig ist, dann spüre ich, dass meine Arbeit wirklich geschätzt wird.

Welcher Teil der Donau-Kreuzfahrt ist dein Lieblingsabschnitt / wo erlebst du die schönsten und berührendsten Momente?

Meine Lieblingsstrecken entlang der Donau sind die Wachau und die Schlögener Schlinge. Ganz egal, ob man mit dem Fahrrad oder mit dem Schiff unterwegs ist – die Landschaft ist einfach märchenhaft.

Bei Schlögen beeindrucken die fantastischen grünen Hügel und die wunderschöne, sich schlängelnde Donau. In der Wachau fährt man mit dem Fahrrad durch Weinberge und kleine, malerische Orte, von denen jeder mehrere Weingüter beherbergt.

Mein schönster Moment ist, wenn ich in der Nähe von Weißenkirchen auf einen kleinen Stand mit Obst stoße – ganz ohne Verkäufer. Man nimmt sich einfach ein Säckchen, wirft ein paar Münzen in die Kasse und genießt das aromatische Obst, das direkt nebenan im Garten wächst.

Hast du Tipps für eine Reise entlang der Donau?

Oh, zu dieser Frage könnte ich ein ganzes Buch schreiben! Angefangen bei Passau – mit seinen drei Flüssen und der Altstadt, ein Ort, an dem Wunder geschehen – über die Strecke von Schlögen nach Linz, wo man unbedingt im Restaurant gleich nach Aschach auf ein „Steckerlfisch“ einkehren sollte.

Dann natürlich die bereits erwähnte Wachau mit ihren Weinbergen und den überall verstreuten Weingütern. Weiter geht es nach Krems, der ersten Universitätsstadt, doch davor liegt noch Krummnußbaum – ein kleines Dorf mit einem eigenen Nussknackermuseum, in dem ich den besten Nusslikör getrunken habe, den ich je probiert habe.

Und natürlich sollte man unbedingt bis nach Serbien und zum Eisernen Tor gelangen – aber über Budapest, das mit seiner Schönheit verzaubert, besonders bei nächtlichen Schifffahrten durch diese unglaubliche Metropole.

Wie verbringst du deine Freizeit? Welchen Hobbys/Aktivitäten gehst du nach?

Freizeit? Nun ja, ich habe an Bord so viel Spaß, dass sich jeder Moment wie Freizeit anfühlt. Was ich besonders gerne mache – wenn die Zeit es erlaubt und das Schiff im Hafen liegt – ist, von Bord zu gehen und Zeit in der Natur zu verbringen. Barfuß zu laufen, die Sonne zu genießen und frische Luft zu atmen – das erfüllt mich vollkommen.