WISSENSWERTES RUND UM DAS E-BIKE

Tobias Maurer, Mitarbeiter des deutschen E-Bike Herstellers Kalkhoff, verrät uns Interessantes rund um das E-Bike.

Kennen Sie den Unterschied zwischen einem E-Bike und einem Pedelec?

In der Praxis werden die beiden Begriffe Pedelec und E-Bike meistens als Synonym verwendet. Der größte Anteil aller angebotenen E-Bikes sind eigentlich Pedelecs. Pedelecs bieten nur dann Motorunterstützung, wenn der Fahrer in die Pedale tritt. Erfolgt die Pedalunterstützung bis 25 Kilometer pro Stunde, gelten Pedelecs als Fahrrad und sind nicht zulassungspflichtig.

E-Bikes fahren auf Knopfdruck auch ohne Pedalunterstützung. Dieses System ist ab sechs Kilometer pro Stunde zulassungspflichtig. Deshalb werden E-Bikes eher selten angeboten.

Dennoch hat sich der Begriff Pedelec nicht in den Alltagsgebrauch durchgesetzt. Die meisten sprechen vom E-Bike, obwohl sie das Pedelec meinen. Deshalb verwenden auch wir den Begriff "E-Bike" in Zusammenhang mit unserem Pedelec Sortiment.

In Deutschland gibt es einen erneuten Rekordwert beim Absatz von E-Fahrrädern – im Jahr 2019 wurden insgesamt rund 1,4 Millionen E-Bikes verkauft. Der Absatz ist dabei in den vergangenen Jahren kontinuierlich angestiegen und nahm vom Jahr 2018 bis 2019 so stark zu wie nie zuvor.

Der Anteil von E-Bikes am gesamten Fahrradabsatz in Deutschland betrug im Jahr 2019 etwa 32 Prozent (Quelle: Statista).

Donau Touristik hat seit vielen Jahren die Kalkhoff E-Bikes im Einsatz. Wir schätzen die kollegiale Zusammenarbeit und die hervorragende Kundenbetreuung. Im persönlichen Interview erzählt Außendienstmitarbeiter Tobias Maurer über die Marke Kalkhoff und wie die Entwicklung der E-Bikes in den kommenden Jahren aussehen wird.

Er selbst ist passionierter Radfahrer und hat früher als Rennrad-Guide in verschiedenen europäischen Ländern gearbeitet.

Herr Maurer, erzählen Sie uns bitte ein paar allgemeine Eckdaten zur Firma Kalkhoff?

FORTSCHRITT „MADE IN GERMANY“ SEIT 1919 à Kalkhoff feierte 2019 100jähriges Jubiläum, worauf wir sehr stolz sind. 1919 begann der 16-jährige Heinrich Kalkhoff in seinem Cloppenburger Elternhaus mit Fahrradteilen zu handeln, ein Jahr später kamen Gebrauchträder hinzu. 1923 erfolgte die Produktion von eigenen Fahrradrahmen – ein neuer Fahrradhersteller war geboren. Noch heute werden die Räder am Standort Cloppenburg produziert. Umso stolzer ist man bei Kalkhoff den Sprung in die Moderne erfolgreich geschafft zu haben. Die internationale Marke wird immer jünger – das E-Bike ist längst Gegenstand der modernen Mobilität geworden. Tendenz weiter steigend.

Was ist das Besondere am Kalkhoff E-Bike?

Wie schon oben genannt, werden alle unsere Räder in Deutschland produziert („made in Germany“). Wir verfügen über langjährige Erfahrung im Komfort und Trekking Bereich. Wir legen höchsten Wert auf Design als auch einer ausgewogenen Sitzposition. Kalkhoff E-Bikes erkennt man an der einzigartigen, reduzierten Designsprache – und an dem unverwechselbaren Fahrgefühl.

Wie glauben Sie, dass sich der E-Bike Markt in den nächsten Jahren entwickeln wird?

Das Zielpublikum wird immer breiter. Vermehrt jüngere Menschen greifen auf ein E-Bike zurück. Dadurch werden die Modelle sportlicher. Das E-Bike wird Gegenstand der Alltagsmobilität.

Wie schaut die richtige Wartung eines Fahrrades aus?

Keinesfalls das Rad im Regen oder im Schnee draußen stehen lassen. Kleine Verschmutzungen sollte man laufend reinigen, jedoch nicht mit dem Hochdruckreiniger. Die Kette regelmäßig ölen und das Rad einmal jährlich zum Service bringen.

Beim Akku ist es wichtig, dass dieser bei Nichtverwendung bei einer Raumtemperatur zwischen 10 und 15 Grad gelagert wird.

Glauben Sie, dass es in 15 Jahren noch normale Tourenräder geben wird?

Selbst wenn E-Bikes auch in Zukunft mit Sicherheit noch einen starken Aufwärtstrend erleben werden, wird es trotzdem noch Tourenräder geben. Denn radeln mit eigener Kraft ist nach wie vor gefragt. Radfahren generell wird in Zukunft immer beliebter werden.

Vorteile des E-Bikes

  • Schnelleres Vorwärtskommen
    Um die gleiche Geschwindigkeit zu erreichen, benötigen E-Biker im Durchschnitt um bis zu 30 Prozent weniger Kraft. Konkret kann ein Radfahrer mit elektrischer Unterstützung bei doppelter Trittfrequenz in gleicher Zeit die dreifache Strecke wie ein Radfahrer ohne Motorhilfe absolvieren.

  • Motivierender Trainingseinstieg
    Studien haben ergeben, dass E-Bikes für kleinere Strecken häufiger genutzt werden als klassische Zweiräder. Der elektrische Zusatzschub sorgt demnach für einen Motivationsschub.

  • Schonend für Herz-Kreislaufsystem
    Radfahren zählt zu den sanften Ausdauersportarten. Durch die gleichmäßigen Trittbewegungen bleiben die Gelenke in einer festen gleichmäßigen Bahn, die schmerzende Verdrehungen unmöglich macht. Vorgeschädigte Gelenke profitieren dadurch insofern, als dass sie mit neuen Nährstoffen versorgt werden und sich so effektiver regenerieren können.

  • Vereint Menschen mit unterschiedlichen Fitnessstärken
    Mit dem E-Bike wird das Training in der Gruppe deutlich entspannter. Menschen mit unterschiedlichen Leistungsstärken können auf diese Weise gemeinsam die Natur genießen.

Reisefinder

Wohin möchten Sie reisen?