Ferlach


Ferlach ist die südlichste Stadtgemeinde Kärntens, Hauptort des Rosentals und als Büchsenmacherstadt bekannt. Das eisenverarbeitende Gewerbe ist seit dem 14. Jahrhundert nachweisbar und war durch die Erzvorkommen der nahen Karawanken und durch die Wasserkraft des Loibl- und des Waidischerbachs begünstigt.

Die Entwicklung als Produktionsstätte für Gebrauchs- und Jagdwaffen geht vermutlich auf die Erhebung Klagenfurts zur Landeshauptstadt 1529 zurück. Unter der Regentschaft von Kaiserin Maria Theresia von Habsburg-Lothringen erlebte das Ferlacher Büchsenmachergewerbe seinen historischen Höhepunkt und stieg zum Weltruhm auf.

Schloss Ferlach beherbergt seit 1998 das Büchsenmacher- und Jagdmuseum mit seiner Sammlung zur Kunst der Büchsenmacherei und zu Jagdwissen, Wildtieren und Naturschutz. 2010 wurde das Büchsenmachergewerbe als immaterielles Kulturerbe der UNESCO ausgezeichnet. Schloss Ferlach wurde im 16. Jahrhundert errichtet und wurde 1780 weiter ausgebaut.

Eine Reise in die Vergangenheit ist die Fahrt von Ferlach nach Weizelsdorf mit dem Rosentaler Dampfzug. Das „Historama“ in Ferlach ist Österreichs zweitgrößtes Verkehrsmuseum.

Seit 1994 besteht das Carnica Bienen-Museum in Kirschentheuer mit einer Ausstellung zur Imkerei, Biologie und Ökologie der Biene. Im angeschlossen Museumsshop können Imkereiprodukte aus dem Rosental verkostet und geshoppt werden.

Ob gemütliches Radfahren oder actionreiches Mountainbiken, Ferlach bietet den idealen Ausgangspunkt für anspruchsvolle Trails durch die Karawanken. Der Drauradweg führt in gemütlicher Route durch das Rosental.

(c) Elisabeth Storer