Melk


Die niederösterreichische Bezirkshauptstadt Melk liegt am rechten Ufer der Donau und zählt zur Region Waldviertel. Flussabwärts in Richtung Osten wird Melk als das „Tor zur Wachau“ bezeichnet. Große Teile der Stadt, als auch das weit hin sichtbare Benediktiner-Stift Melk, sind Teil des UNESCO-Weltkulturerbes Wachau.

Das Stift erstrahlt seinen Glanz weit hin über Melk hinaus. Der heutige Barock-Bau wurde von Jakob Prandtauer in den Jahren 1702 bis 1746 errichtet und zählt zu den bedeutendsten Barockbauten in Österreich. Das Stift ist als UNESCO Weltkulturerbe gelistet.

Das in den ehemaligen Kaiserzimmern untergebrachte Stiftsmuseum zeigt unter dem Titel „Unterwegs vom Gestern in Heute“ in abwechslungsreicher Weise die über 930-jährige Geschichte des Stifts. Die Stiftsbibliothek der Benediktiner in Melk gilt als eine der umfangreichsten Sammlungen in Europa. Der Stiftsgarten, geöffnet von Mai bis Oktober, lädt Besucher zum Entspannen ein. Der barocke Gartenpavillon mit seinen Fresken, das Paradiesgärtlein und der meditativ gestaltete Benediktus-Weg warten darauf entdeckt zu werden. Die umfangreichste private Mineraliensammlung des Landes Niederösterreich befindet sich ebenso im Stift Melk im Prälatensaal.

Tiefer unten in der Stadt zeugt das „Haus zum Nibelungenlied und Sandtor“ von der Geschichte der Stadt und der Wichtigkeit der Donau. Das sogenannte Sandtor markiert den Zugang zur Schiffsanlegestelle und zur Überfuhr über die Donau. Auch der halbbrunde Mautturm gehörte einst zur Stadtbefestigung, später saß dort der Einheber der Salzmaut. Eine Gedenktafel verweist auf zwei Strophen des Nibelungenliedes, Burgherr Astolt empfängt Kriemhild und deren Begleiter in „Medelick“ und weist ihnen den Weg ins heutige Mautern an der Donau.

(c) Elisabeth Storer