Grein


Die Stadt Grein liegt inmitten des Donautals in Weitung des relativ engen Donauabschnitts Strudengau im unteren Mühlviertel, etwa 55 Kilometer von der Landeshauptstadt Linz entfernt. Mit einer Seehöhe von 239 Metern ist Grein die tiefstgelegene Stadt in Österreich.

Schloss Greinburg thront hoch über dem historischen Stadtkern Greins, es ist das älteste Wohnschloss Österreichs. Das heutige Aussehen des Schlosses Greinburg, das sich in Privatbesitz des herzoglichen Hauses Sachsen-Coburg und Gotha befindet, ist bestimmt von der spätmittelalterlichen Burganlage aus den Jahren 1488 bis 1493 und den Umbauten aus dem 16. und 17. Jahrhundert bestimmt. Die Festräume der Greinburg können nach Anmeldung ganzjährig besucht werden.

Ebenfalls in der Greinburg untergebracht ist das in Österreich einzigartige Oberösterreichische Schiffahrtsmuseum mit seiner Dauerausstellung zur Schifffahrts- und Flössereigeschichte entlang der oberösterreichischen Donau und ihrer Nebenflüsse, vorwiegend Traun und Enns. Das Museum ist von der Stiftung der Herzog von Sachsen-Coburg und Gothaeschen Familie getragen, der Bestand stammt zum Großteil aus den Beständen des Oberösterreichischen Landesmuseum.

Das alte Rathaus mit seinem im Stile des Rokoko gehaltenen Stadttheater stammt aus 1653 und wurde von Max Canavale vom Comosee erbaut. Canavale war auch am Bau des Linzer Landhauses beteiligt. Das Stadttheater konnte im ursprünglichen Zustand erhalten werden, es ist das älteste Theater in Österreich. Besonders sind die ersten drei Sitzreihen, die als Sperrsitze eingerichtet sind, ein altes Patent, das sich nur in Grein erhalten hat. In den Sommermonaten von Juli bis August wird das Greiner Stadttheater bespielt.

Grein ist Anlegestelle für Ausflugs- und Kreuzfahrtschiffe, weiters gibt es einen Hafen für private Boote. Auch liegt Grein am Donau-Radweg, beide Ufer sind mittels Radweg zu befahren.

(c) Elisabeth Storer